
Der FC Union Heilbronn unterlag den Sportfreunden Schwäbisch Hall nach großem Kampf und 70-minütiger Unterzahl in der dritten Runde des wfv-Pokals am Ende mit 1:3. Nach dem 0:2 Rückstand kämpften sich die ADLER in Unterzahl zurück, schnupperten zwischenzeitlich sogar am Ausgleichstreffer und mussten sich erst drei Minuten vor dem Ende dem Verbandsligisten geschlagen geben. Dennoch eine gute Leistung, wenn man bedenkt, dass insgesamt 12 Feldspieler verletzungs- und urlaubsbedingt nicht zur Verfügung standen.
Der Verbandsligist hatte zwar von Beginn an mehr Ballbesitz und ein optisches Übergewicht, die ADLER ließen jedoch keine Chance zu. Als die Gäste in der 15. Minute einen Vorteil zugesprochen bekamen, schloss Lorik Makolli den Angriff ab. Trotz des genutzten Vorteils bekamen die Sportfreunde zum Ärger der Heimelf einen Freistoß aus 25 Metern zugesprochen, den Alexander Aschauer sehenswert zum 0:1 nutzen konnte. Im Verlauf des Freistoßes wurde Steven Neupert zudem verwarnt, kurz darauf aufgrund des Reklamierens sogar vom Feld verwiesen. Als Tony Nounga in der 29. Minute nach einem Konter auf 0:2 erhöhte, schien das Spiel gelaufen. Doch die ADLER fingen sich, verteidigten kompakt und nutzen Ballgewinne zum schnellen Umschalten. So kam der FCU gegen Ende der ersten Halbzeit zu gefährlichen Angriffen und Eckbällen und Mirnis Salija köpfte einen dieser Ecken von Tolga Kilic zum 1:2 in die Maschen. Und beinahe wäre sogar der Ausgleich geglückt, als Luciano Gruosso in den Sechzehner eindrang, der Querpass zum einschussbereiten Nils Wozny konnt jedoch im letzten Augenblick geklärt werden.
Auch in der zweiten Halbzeit hatte der FCU die erste Chance, als Neuzugang Marco Di Biccardi als 16 Metern frei zum Schuss kam, jedoch an Henry Hutzenlaub scheiterte. In der Folge blieb es eine offene Partie, weil die ADLER defensiv gut standen und vereinzelt Nadelstiche setzen konnten. Dennoch erlangten die Gäste im Verlauf der zweiten Halbzeit wieder mehr Spielkontrolle. Zwar hatten die ADLER noch ein paar Standsituationen, so wirklich Zwingendes sprang hierbei aber nicht raus. Nachdem die Gäste in der 82. Minute nach einem schönen Spielzug eine Riesenchance durch Lukas Schmelzle vergaben, machte Matti Bunk fünf Minuten später nach einer starken Einzelaktion mit dem 3:1 den Deckel drauf.
Fotograf: Kevin Rosenberger